Politik zu Gast

23.08.2018

Bundestagsabgeordnete besuchen Kreisbauernschaft Wesel

Beim Gespräch mit dabei (v.l.n.r.): Wilhelm Wefelnberg, Stephan Hufer und Wilhelm Neu von der Kreisbauernschaft, die Politiker Carina Konrad und Bernd Reuther sowie Johannes Leuchtenberg von der Kreisbauernschaft und Gerhard Hartl von der Landwirtschaftskammer NRW. Foto: Katharina Wielage

Agrarpolitischer Austausch – darum ging es den Bundestagsabgeordneten Bernd Reuther (FDP) und Carina Konrad (FDP), stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Bundestag, und der Landwirtschaftskammer NRW Anfang vergangener Woche in Wesel. Ein Hauptthema: die aktuelle Dürre. Es bestand Einigkeit darüber, dass kurzfristige Soforthilfen keine Dauerlösung darstellen, sondern dass eine stabile Absicherung für die Folgen künftiger Naturkatastrophen geschaffen werden muss. Diskutiert wurden in diesem Zusammenhang die Möglichkeit einer Risikoausgleichsrücklage und der Abschluss von Mehrgefahrenversicherungen. Die Politiker sagten zu, sich weiterhin auf politischer Ebene für eine Absicherung von Folgen extremer Wetterbedingungen starkzumachen.

Auch das staatliche Tierwohllabel und die Übermacht des Lebensmitteleinzelhandels, der nun selbst über gesetzliche Standards hi­naus eigene Regeln aufstellt, sorgten für Gesprächsbedarf. Auf Unverständnis stößt auch bei den Bundestagsabgeordneten die Weigerung anderer politischer Parteien, den vierten Weg für die Schweinehalter bei der betäubungslosen Kastration frei zu machen. Die Gesprächspartner befürchten, dass durch die wenig verlässlichen Vorgaben Investitionen in dieser Betriebssparte erschwert werden und durch das Aufgeben vieler familiengeführter Schweinehaltungsbetriebe eine Abwanderung der Schweineproduktion ins Ausland erfolgen wird. Ein guter Austausch, der zeigt: Mitei­nan­der reden bringt weiter!