Weseler Bauern prüfen CDU

11.05.2017

Um die politische Ausrichtung der CDU zur Landwirtschaft im Kreis Wesel zu erfahren, sprach der Vorstand der Kreisbauernschaft Wesel am Mittwoch vergangener Woche mit vier CDU-Landtagskandidaten: Charlotte Quik, Simone-Tatjana Stehr, Ingo Brohl und Rainer Groß.

Diskutierten heiß (v.l.n.r.): Stephan Hufer, Charlotte Quik, Wilhelm Wefelnberg, Wilhelm Neu, Katharina Wielage, Gerrit Korte, Rainer Groß, Simone-Tatjana Stehr und Ingo Brohl. Foto: Adelgund Buers-Mardorf

Zum Thema des zunehmenden Flächenverlustes als Produktionsgrundlage für die Landwirtschaft sprachen sich die Vertreter der CDU dafür aus, dieses Thema im Falle ihrer Wahl anzugehen. Das Ansehen in der Landwirtschaft sei nach Auffassung der Landtagskandidaten verbesserungswürdig. Städter, die aufs Land ziehen, müssten auch anerkennen, dass Landwirtschaft zu betreiben nicht immissionsfrei möglich sei. Entsprechend müssten zugunsten der Landwirtschaft auch die gesetzlichen Rahmenbedingungen ausgestaltet sein.

Hierzu gehöre auch eine Verringerung von Auflagen. Als unvorstellbar empfanden die CDU-Landtagskandidaten, dass man nach erteilter Baugenehmigung und Inbetriebnahme eines Stallgebäudes nicht ausschließen könne, dass aufgrund des Verbandsklagerechtes der Naturschutzverbände die erteilte Baugenehmigung verwaltungsgerichtlich für rechtswidrig erklärt werden könnte.

„Gesetzliche Rahmenbedingungen sind auch mit einer Geltungsdauer zu versehen, mit der ein Unternehmer verlässlich kalkulieren kann“, forderte Wilhelm Wefelnberg, stellvertretender Vorsitzender der Kreisbauernschaft. Es dürfe nicht sein, dass in kurzen Abständen eine Verschärfung von gesetzlichen Vorgaben erfolge, sodass landwirtschaftliche Familienbetriebe diese Auflagen finanziell nicht erfüllen könnten und ihre Hoftore schließen müssten. „Die Zahl der Sauenhalter ist zwischen 2013 und 2016 im Kreis Wesel um 27 % zurückgegangen“, so Wefelnberg.

Gleiches gelte auch für die Betriebe, die ihre Silageplatten nach dem neuesten Stand der Technik ausrichten müssten und sechsstellige Investitionsbeträge zu stemmen hätten, ohne dass sie damit einen Cent mehr Einkommen generieren könnten.