Agrarwissenschaftler überdurchschnittlich zufrieden

04.09.2019
Wer das Studium der Agrarwissenschaften absolviert hat, legt häufig eine höhere Lebenszufriedenheit an den Tag als Absolventen anderer Studiengänge und als der Durchschnitt der Deutschen.

Foto: Andrea Hornfischer

Wer Landwirtschaft studiert hat, ist glücklicher als Mediziner, Juristen oder Absolventen anderer Studiengänge. Diese Erkenntnis geht aus Ergebnissen des jüngsten Sozioökonomischen Panels vom Institut der deutschen Wirtschaft (idw) hervor, berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Laut Studie bewertet der Durchschnitt aller Studienabsolventen zu 62,5 % ihre Lebenszufriedenheit mit sehr hoch, also mit acht bis zehn Punkten auf einer Skala von null bis zehn. Bei den befragten Absolventen von Studienrichtungen der Agrar- und Lebensmittelwissenschaften lag der Anteil bei 63 %. Weiter berichtet das idw, dass im Mittel aller Bundesbürger 53,8 % ihre Lebenszufriedenheit als sehr hoch einordnen. Außerordentliche Zufriedenheit fand das Institut in den Reihen der Sprach-, Religions- und Sozialwissenschaftler. Sie stuften ihre eigene Lebenszufriedenheit jeweils zu mehr als 70 % als sehr hoch ein. Das Schlusslicht im Ranking bildeten die Naturwissenschaftler mit einem Vergleichswert von lediglich 30,2 %.

Das Studium der Agrarwissenschaften sei äußerst vielseitig, berichtet der RLV. Entsprechend gebe es in kaum einem anderen Berufsfeld eine derartige Vielfalt möglicher Einsatzbereiche wie bei Agrarleuten. Neben den typischen Arbeitsfeldern in Ministerien, Agrar- und Umweltämtern sowie in landwirtschaftlichen Kammern und Verbänden, entwickelt sich das Aufgabenfeld weiter. „Die Bandbreite erweitert sich ständig“, meint RLV-Präsident Bernhard Conzen. „Bereiche wie Ressourcen- und Umweltmanagement sind aktuell, genauso wie Qualitätsmanagement, Gentechnologie und der Sektor der biologischen Landwirtschaft.“

Grundsätzlich sei praktische Erfahrung das A und O im Agrarbereich, meint der RLV. Leidenschaft für den grünen Sektor, Kommunikations- und Teamfähigkeit, ausgeprägte technische und ökonomische Qualitäten und die Sprache der Landwirte zu verstehen, seien erforderlich. Wer diese Voraussetzungen erfülle, müsse sich um seine berufliche Zukunft in der Regel keine Sorgen machen.


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