Bald werden wieder Blühstreifen ausgesät

15.02.2017
Mit der Aussaat von Blühstreifen engagieren sich Landwirte für die Biodiversität. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, bieten die bunten Farbstreifen entlang der Äcker und Wege vielen Arten einen Lebensraum.

Ende März beginnt die Frühjahrsaussaat und dann wachsen auch wieder Blühstreifen mit Sonnenblumen, Phacelia, Senf, Ringelblumen, verschiedenen Klee-Arten und vielen mehr.

Auf den landwirtschaftlich kultivierten Äckern und Wiesen haben sich spezifische Tierarten der Offenlandschaft angesiedelt. Sie können nur gemeinsam mit der Landwirtschaft bewahrt werden, da sie ihren Lebensraum oft inmitten der landwirtschaftlich genutzten Flächen gefunden haben, wie zum Beispiel die Feldlerche oder viele Wildbienen. In den blühenden Flächen finden bestäubende Insekten genauso wie Feldvögel wertvolle Lebensräume zur Nahrungssuche, Fortpflanzung und Überwinterung.

Damit auch die Bevölkerung erfährt, dass Landwirtschaft und Artenschutz miteinander vereinbar sind, machen RLV-Informationstafeln am Rand der Flächen auf die Leistungen der Betriebe für den Artenschutz aufmerksam. Mit diesen Aktionen tragen die Landwirte dazu bei, dass die Bestände der Arten bewahrt und weiterentwickelt werden, die auf der Roten Liste der gefährdeten Tiere in Nordrhein-Westfalen stehen.

Im Antragsjahr  2016 wurden alleine im Rahmen der ökologischen Umsetzung der EU-Agrarreform mehr als 138 000 ha in Nordrhein-Westfalen ökologische Vorrangfläche Zwischenfrüchte eingesät. Mit rund 13 500 ha (gewichtet) nehmen Pufferstreifen, Brachen oder Blühstreifen einen Anteil von rund einem Viertel der ökologischen Vorrangflächen ein. Damit sei die nordrhein-westfälische Landwirtschaft auf einem guten Weg, die mit dem Landwirtschaftsministerium in einer Rahmenvereinbarung zur Biodiversität vereinbarten Ziele zu erreichen, verstärkt ökologisch hochwertige Maßnahmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen umzusetzen, so der RLV.


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