Demos in Kalkar und Emmerich

30.10.2019
Der Katjes-Werbespot hat zahlreiche Landwirte bundesweit verärgert, wie die LZ in der vergangenen Woche berichtete.

Die Bauern stellten sich vor das Katjes-­Eingangstor.

Die Landwirte überreichten einen goldenen Misteimer für die „beschissenste Werbung des Jahres“. Fotos: Georg Biedemann, privat

Von der einen Demo zur nächsten: Rund 100 Landwirte fuhren mit ihren Schleppern zu Katjes. Foto: Alexander Florie-Albrecht

Rund 500 Landwirte demonstrierten mit rund 300 Treckern am Dienstag dieser Woche vor dem Kernwasser-Wunderland in Kalkar, wo das Agrarforum stattfand. NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser sprach zu den Bauern. Die Gruppe „Land schafft Verbindung“ hatte zu der Demo aufgerufen. Das Ende der Veranstaltung lag nach dem LZ-Redaktionsschluss, sodass die LZ in der nächsten Woche ausführlich berichtet.

Fotos: Detlef Steinert

Vor dem Katjes-Werk in Emmerich haben am Dienstag vergangener Woche rund 100 Landwirte mit Traktoren protestiert. Georg Biedemann, Landwirt aus Kevelaer, hat stellvertretend für die Demo-Teilnehmer einen goldenen Misteimer als Award für den „beschissensten Werbespot des Jahres“ überreicht. Die Landwirte hätten Katjes vorab über die Aktion informiert. „Leider war aber letzte Woche bei Katjes niemand zu einem Gespräch bereit. Schade“, betont Biedemann. Ein Teil der Landwirte hatte zuvor mit Schlepper in Wesel, Rees und Emmerich an den Demos teilgenommen, zu denen die Gruppe „Land schafft Verbindung“ aufgerufen hatte, und sind dann direkt zum Katjes-Werk gefahren.

Eine Woche später, am Montag dieser Woche, hat ein Gespräch zwischen Landwirten und Katjes stattgefunden. Josef Peters, Vorsitzender der Kreisbauernschaft, sowie weitere Vertreter der Kreisbauernschaft Kleve trafen sich zu einem Gespräch mit Vertretern von Katjes. Dabei konnten beide Positionen dargelegt werden. Laut Katjes wird es keine weitere Eskalation in Form neuer Werbespots geben. Es sei nur der eine Spot geplant gewesen, sicherte das Unternehmen zu.


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