Gefahr für Rinder und Pferde: Auf Jakobskreuzkraut achten

28.07.2021
Giftpflanzen kommt auf Wiesen und Weiden vor

Foto: Andrea Hornfischer

Im Juli hat das gelb blühende Jakobskreuzkraut seine Hauptblütezeit. Was für Spaziergänger schön anzusehen ist, bedeutet für Rinder und Pferde pures Gift. Daher sollten Landwirte, Verwaltungen und Bürger darauf achten, dass die Pflanze, deren giftige Inhaltsstoffe auch in Heu und Silage erhalten bleibt, nicht zu stark vorkommt. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Die Blüten des Jakobskreuzkrautes weisen nach RLV-Angaben eine hohe Alkaloidkonzentration auf, junge Pflanzen sind am giftigsten. Auf der Weide meiden Kühe und Pferde älteres Jakobskreuzkraut normalerweise. Ist das Vorkommen jedoch hoch oder befindet sich die Pflanze im Rosettenstadium, wird sie insbesondere von jungen Tieren oder bei Futterknappheit häufig aufgenommen. Besondere Vorsicht ist bei Heu und Silage geboten, so der RLV. Denn die dort enthaltenen Pflanzen werden immer gefressen, weil sie ihren typischen Eigengeruch und die Bitterkeit verlieren. Ausgerissene oder abgemähte Pflanzen dürfen nicht liegen gelassen werden.

Im ersten Jahr bildet die Pflanze eine Rosette mit tief geschlitzten Blättern. Im zweiten Jahr wächst der aufrechte Stängel, der sich oberhalb der Mitte verzweigt. Erste blühende Pflanzen findet man ab Mitte Juni, die Hauptblütezeit ist Juli - daher der Name (Jacobi am 25. Juli) - bis August. Jakobskreuzkraut ist ein Körbchenblüher. Die rund 15 bis 20 mm breiten goldgelben Einzelblüten werden aus den innen liegenden Röhrenblüten gebildet, die sehr charakteristisch von 13 gelben Zungenblütenblättern umgeben sind. Ausgewachsene Pflanzen werden leicht 1 m hoch. Die kräftigen Stängel sind meist rot angefärbt.

 

Weitere Infos gibt es unter www.landwirtschaftskammer.de/riswick/pdf/jakobskreuzkraut.pdf.

 

 


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