Gelbe Rapsblüte ziert die rheinische Kulturlandschaft

10.04.2019
Mit seiner leuchtend gelben Blüte prägt der Raps jetzt bald wieder die rheinischen Kulturlandschaften. Übrigens: Rapsöl ist eins der beliebtesten Speiseöle in deutschen Küchen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, beinhaltet es viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Foto: Marilena Kipp

Bis zum Juli werden die befruchteten Blüten zu Schoten mit kleinen, 2 mm dicken Körnern heranwachsen, die einen sehr hohen Ölgehalt haben. Raps ist nach RLV-Angaben die wichtigste heimische Ölpflanze, die eigentlich – wenn man es ganz genau nimmt – eine Eiweißpflanze ist. Die kleinen schwarzen Rapssaatkörner bestehen nämlich durchschnittlich nur zu 42 % aus hochwertigem Rapsöl, das als Speiseöl und Kraftstoff verwendet wird. Der größere Teil der rund 5 Mio. t Rapssamen, die geerntet werden, setzt sich aus wertvollem Eiweiß zusammen. Je nach Herstellungsverfahren nennt man diesen Eiweißanteil, der beim Pressen der Saat anfällt, Rapskuchen oder Rapsschrot. In der Rinder-, Schweine- und auch Geflügelmast ist das Rapseiweiß auf Grund seiner Qualität von ganz zentraler Bedeutung. Und besonders wichtig: Rapsschrot ersetzt als Proteinquelle Sojaimporte im Umfang von umgerechnet 1 Mio. ha. Der Verbrauch an Rapsschrot hat sich in Deutschland innerhalb von nur zehn Jahren verdoppelt.

Rapsöl aus heimischer Erzeugung kommt bei den Verbrauchern an. Nach Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) erreichte Rapsöl mit 78,5 Mio. l im Jahr 2017 einen Marktanteil von 40 % bei den Pflanzlichen Ölen. In der Beliebtheitsskala auf Platz 2 folgt Sonnenblumenöl, 52 Mio. l kauften deutsche Verbraucher davon im vergangenen Jahr. Mit knapp 35 Mio. l folgt Olivenöl auf Platz 3. Ernährungsphysiologen empfehlen Rapsöl wegen seines sehr günstigen Fettsäuremusters. Rapsöl zeichnet sich mit einem hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus und trägt dazu bei, einen normalen Blutcholesterinspiegel aufrechtzuerhalten.


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