Knollenfenchel: Intensiver Geschmack und knackige Frische

08.08.2018
Fenchel ist ein Gemüse, das polarisiert. Die einen lieben ihn, die anderen hassen ihn hingegen. Dabei ist das würzige Gemüse durch seinen Gehalt an Calcium, Magnesium, Kalium und Vitamin C sowie seine gute Verträglichkeit ein überaus gesundes Gemüse. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Foto: Sabine Weis

Der intensive Geschmack des Fenchels wird durch ätherische Öle hervorgerufen. Diese sind in den Samen in einer deutlich höheren Konzentration zu finden als im Gemüsefenchel. Deshalb wird Fencheltee auch aus den Samen des Gewürzfenchels hergestellt.

Der Name Knollenfenchel ist irreführend. Denn verzehrt werden keine Knollen, also unterirdische Wurzelverdickungen, sondern vielmehr die verdickten Blattscheiden, die sich in der Form einer Knolle anordnen.

Die Verwendungsmöglichkeiten für den Gemüsefenchel sind vielfältig. Roh, auf Streifen geschnitten im Salat oder die einzelnen Blätter abgelöst und mit einer Frischkäsecreme gefüllt, aber auch gedünstet, gebraten, als Suppe oder im Auflauf. Durch das Erhitzen wird der Geschmack des Fenchels deutlich milder. Geschmacklich passt zum Fenchel etwas Saures sehr gut. So etwa zusammen mit Tomaten garen oder in einem Schuss Weißwein dünsten.

Knollenfenchel kann über mehrere Tage im Kühlschrank gelagert werden. Um die Verdunstung zu verringern, empfiehlt es sich, das Gemüse in einen Folienbeutel zu verpacken. Der Putzaufwand ist bei Fenchel sehr gering. Die gesamte Knolle mit Ausnahme des Strunks kann verzehrt werden.

Knollenfenchel wurde ursprünglich im Mittelmeerraum angebaut. Mittlerweile hat sich das Gemüse aber auch einen festen Platz im Anbau der rheinischen Gemüseerzeuger gesichert.


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