Landwirte freuen sich über den Frost

21.02.2018
Der bislang milde Winter dreht jetzt richtig auf und gönnt uns in den nächsten Tagen kaltes Wetter mit viel Sonnenschein. Die rheinischen Landwirte freut es, da es ihren Kulturen zugutekommt.

Die niedrigen Temperaturen wirken sich positiv auf die Bodenstruktur aus. In frostigen Nächten entsteht die sogenannte Bodengare, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Dabei gefriert das im Boden enthaltene Wasser und dehnt sich aus. Große Erdklumpen werden dadurch zerteilt und zerkrümelt, der Boden wird also gelockert. Perfekte Bedingungen für die anstehenden Frühjahrsarbeiten und die Aussaat von Rüben, Kartoffeln und Co.

Die vor dem Winter ausgesäten Pflanzen, wie zum Beispiel Winterweizen, haben laut RLV kein Problem mit der aktuellen Kälte, im Gegenteil: sie benötigen tiefe Temperaturen und Kältereize, um aus ihrer Vegetationsruhe zu erwachen. Durch diese sogenannte Vernalisation wird das Wachstum der Pflanzen angeregt. Schaden durch die Kälte nehmen höchstens Schädlinge, wie Läuse oder Mücken. Noch ein Grund für die Bauern, dem Frost positives abzugewinnen.

Jetzt heißt es abwarten, wie der Saisonstart in der Feldwirtschaft gelingt, erklärt der RLV. Der Frost sei in diesem Jahr zwar später als sonst gekommen, aber noch völlig im Rahmen. Wichtig sei es nun, dass es nicht zu viel Regen gäbe, damit die Böden weiterhin befahrbar bleiben und es bald losgehen kann mit Mais, Rüben und Frühkartoffeln.


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