Landwirte im Erntefieber

03.07.2018
„Gerste ist das Erste“ – Die Rheinischen Landwirte stecken momentan voll in der Gerstenernte, berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Neben Heu- sieht man jetzt also auch überall die großen gelben Strohballen in der Landschaft.

Foto: Marilena Kipp

Die Feldfrüchte hatten es in diesem Jahr nicht ganz leicht – im Vergleich zum Rest Deutschlands sieht es im Rheinland allerdings noch ganz gut aus. Warme Temperaturen in Mai und Juni ließen die Bestände schnell wachsen, sie sind damit früher reif, als es die Landwirte gewohnt sind. Circa 10 Tage sei man zu früh dran, heißt es vom RLV und über 70 % der Gerste seien bereits geerntet. In manchen Teilen des Rheinlands rechnet man für die kommende Woche schon mit dem Beginn der Weizenernte, da die aktuell hohen Temperaturen für die nötige Trockenheit sorgen, erklärt der RLV. Die sei normalerweise erst gegen Ende Juli. Der Verband rechnet bei der Gerste mit Ernteergebnissen von um die 8,5 t/ha, im Vorjahr waren es 9 t/ha. Wie die Ergebnisse letztlich ausfallen, bleibt aber abzuwarten und sei je nach Region unterschiedlich.  Im Rheinland werden auf circa 32 000 ha Gerste und auf 90 000 ha Weizen angebaut.

Bei einem Kornertrag Gerste von 8 t/ha erntet der Landwirt durchschnittlich 7,2 t Stroh, das Korn-Stroh-Verhältnis liegt also bei 0,9. Der Mähdrescher erledigt die bei der Getreideernte anfallenden Arbeiten in einem Arbeitsgang. Zuerst wird das Getreide gemäht, anschließend werden die Körner aus den Ähren gedroschen und das Korn vom Stroh getrennt. Nach der Reinigung kommen die Körner in den Korntank des Mähdreschers. Ist dieser ausreichend gefüllt, kommen die Körner auf Transportfahrzeuge und werden abtransportiert. Das Stroh wird entweder zur Einarbeitung lose auf dem Acker verteilt oder zu Ballen gepresst.

 


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