Mähdrescher rollen über die Felder – Gerstenernte hat begonnen

25.06.2020
Mit der aktuellen Schönwetterperiode hat die weitere Abreife der Wintergerste im Rheinland schnell eingesetzt. Die Ernte beginnt deshalb etwas früher als üblich. Aufgrund des Wetterverlaufs seit der Aussaat wird ein niedrigerer Ertrag als im Vorjahr erwartet. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Foto: Andrea Hornfischer

Die nicht immer optimalen Aussaatbedingungen im niederschlagreichen Herbst, der späte Vegetationsbeginn im Frühjahr 2020 und die lange Trockenphase ab Mitte März mit starken Tag-/Nachtschwankungen bei den Temperaturen sind für die mäßigen Ertragsaussichten beim Getreide verantwortlich.

Futter, Bier oder Malzkaffee – aus Gerste wird vieles gemacht. Beim Anbau von Gerste wird zwischen Winter- und Sommergerste unterschieden, wobei Wintergerste in Deutschland bedeutender ist, so der RLV. Wintergerste wird von Mitte September bis Anfang Oktober mit etwa 230 bis 350 Körnern/m² ausgesät. Sommergerste wird im Frühjahr von Ende Februar bis Anfang April gedrillt, das heißt gesät.

Gerste wird in erster Linie als Futtermittel verwendet. Bekannt ist sie vor allem als Ausgangsprodukt für die Herstellung von Malz für Brauereien. Hierbei kommt überwiegend Sommergerste zum Einsatz, die sich besonders durch hohe Proteingehalte von bis zu 11,5 % auszeichnet.

Im Rheinland wuchs im Jahr 2019 auf rund 40 000 ha Gerste, davon wurden auf 36 000 ha Wintergerste und 4 000 ha Sommergerste angebaut. Für 2020 liegen die Anbauflächen auf einem ähnlichen Niveau.

Die wichtigste Getreideart in NRW ist der Winterweizen, der 2019 auf rund 250 000 ha stand. An zweiter Stelle folgt die Wintergerste mit 150 000 ha. Die Anbaufläche von Triticale, einer Kreuzung aus Weizen und Roggen, lag bei 64 000 ha. Der Anbau von Winterroggen in NRW hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Die Anbauflächen lagen 2019 bei rund 26 000 ha.


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