Sorge über Auswirkungen der Afrikanischen Schweinepest

15.09.2020
Die rheinischen Bauern sind in großer Sorge wegen des Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) bei einem Wildschwein in Deutschland. China hat entschieden, die Einfuhr von Schweinefleisch zu unterbrechen.

„China ist unser wichtigster Exportmarkt für Schweinefleisch außerhalb der EU“, so der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). China sei in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Abnehmer von Teilen des Schweins geworden, die hierzulande nicht gegessen werden, wie Schnäuzchen, Pfötchen und vieles mehr. Dies sei nicht nur eine bessere Verwertung von Lebensmitteln, sondern  ein unverzichtbarer Teil des Erlöses für die  Schweinehalter.

„Wir müssen jetzt alles tun, um die ASP bei Wildschweinen zu bekämpfen und eine Ausbreitung verhindern“, hebt der RLV hervor und begrüßt, dass die Bundesregierung intensive Gespräche mit China über eine Regionalisierung führe. Die Erzeugerpreise seien bereits am Freitag eingebrochen.

Was bedeutet der ASP-Ausbruch beim Wildschwein für die Landwirtschaft? Die etwa 500 rheinischen Schweinehalter werden nun die Wachsamkeit der letzten Jahre erhöhen und ihre Biosicherheitsmaßnahmen überprüfen müssen. Bund und Länder haben seit 2014 die erforderlichen Maßnahmen vorbereitet, um im Ernstfall, wie der jetzt eingetreten ist, das Virus möglichst schnell wieder loszuwerden.

Dazu hat das Land NRW auf Initiative der Landwirtschaftsverbände RLV und WLV, und mit Unterstützung des Landwirtschaftsministeriums bereits vor zwei Jahren eine eigene Wildtierseuchenvorsorgegesellschaft ins Leben gerufen, die im Seuchenfall schnell und effizient die zuständigen Behörden unterstützen kann, um die Gefahr, die von der Fundstelle und deren Umgebung ausgeht, schnell zu beseitigen. Es gibt viele Hinweise für ein ordnungsgemäßes Verhalten beim Bundeslandwirtschaftsministerium (BMEL) und beim Friedrich-Löffler-Institut. Weitere Hintergrundinfos gibt es auf der RLV-Website unter www.rlv.de/schwein-wichtig/.

Wichtig: Keine Gefahr für den Menschen! Die Afrikanische Schweinepest ist ein hochansteckendes Virus, das für Haus- und Wildschweine gefährlich ist. Der Krankheitsverlauf ist für die meisten Schweine tödlich. Eine Impfung gegen das Virus gibt es bislang nicht. Für Menschen ist dieses Virus grundsätzlich ungefährlich. Schweinefleisch kann bedenkenlos weiter verzehrt werden.

Was können Bürger tun, um eine Verbreitung des Virus zu verhindern? Es besteht die Gefahr, das Virus zu verbreiten, sowohl durch Wildschweine als auch durch die Verschleppung durch Menschen über Wildschweinblut oder kontaminierte Wurstbrote. Der RLV erinnert deshalb daran, dass die gefährlichen Viren durch mitgebrachte Lebensmittel infizierter Tiere wie Frischfleisch oder Rohwürste aus Hausschlachtungen betroffener Länder eingeschleppt werden können. Ein einziges Wurstbrot, das den Erreger enthalte und achtlos weggeworfen würde, könnte die Seuche so zum Ausbruch bringen.


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