Conzen: Politik lässt Sauenhalter im Stich

21.09.2018

Mit großer Enttäuschung reagierte der Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), Bernhard Conzen, auf die Entscheidung des Bundesrates, keine Fristverlängerung für den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration zu gewähren. „Ich mache mir Sorgen. Diese Entscheidung  trifft unsere Ferkelerzeuger hart und kann für viele Betriebe das Aus bedeuten. Dass die Politik dies einfach hinnimmt und dem im Bundesrat auch mit Unterstützung unserer Landesregierung vorbereiteten Kompromiss seine Zustimmung verweigert, ist für mich völlig unverständlich.“, erklärte Conzen. Es fehle nach wie vor an einer praktikablen und bezahlbaren Lösung und der 1. Januar 2019 sei mittlerweile in greifbarer Nähe. „Es geht hierbei nicht darum, sich Änderungen zu versperren. Doch sie müssen durchführbar und bezahlbar sein, denn ein Landwirt muss nun mal auch wirtschaftlich denken, wenn er seine Familie ernähren will. Wir haben mit dem vierten Weg eine praktikable Lösung aufgezeigt, die in anderen Ländern der EU bereits gut funktioniert.“ Schweden und Dänemark seien hierbei die besten Beispiele. Bereits jetzt stamme jedes 4. Ferkel aus dem Ausland, 6 Millionen allein aus Dänemark. Dem Tierschutz werde doch nicht gedient, wenn durch eine solch fatale Entscheidung die Ferkeltransporte jetzt noch weiter zunähmen, so der RLV-Präsident.

„Für unserer Sauenhalter ist dies ein schwarzer Tag “, sagt Conzen. Die rheinischen Landwirte würden sich daher am kommenden Donnerstag zahlreich auf den Weg zur Agrarministerkonferenz nach Bad Sassendorf  machen, um ihrer Verärgerung im Rahmen einer Kundgebung Luft zu verschaffen. „Wir wollen Gesicht zeigen, denn wenn die Politik ihre Landwirte so übergeht, soll sie zumindest auch vor Augen geführt bekommen, wem sie damit direkt schadet.“


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