Der erste Grasschnitt

24.04.2019
Es ist wieder so weit: Der erste Schnitt steht an! Dabei geht es nicht um Haare, sondern um Gras. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, mähen die Landwirte in diesen Wochen das Gras und verwenden es als Futter für die Kühe.

Hätten Sie es gewusst? Sauerkraut und Grassilage – beide Erzeugnisse werden durch einen Gärvorgang unter Ausschluss von Sauerstoff gewonnen. Das Gras wird nach RLV-Angaben in einem Silo mit einer Folie gut abgedichtet. Durch die luftdichte Lagerung vermehrten sich die Milchsäurebakterien, vergärten den Zucker in den Pflanzen und bildeten Milchsäure. So erhalte das Gemisch einen säuerlichen Geruch und Geschmack. Gleichzeitig werde das Wachstum von Fäulnisbakterien verhindert. Nachdem die Gärung zum Stillstand gekommen sei, bleibe das silierte Futter für lange Zeit haltbar. Nach gut vier Wochen sei es „genussfertig“ für die Kühe. Meistens dürfen sie aber erst ab Oktober oder November ans Eingemachte, wenn draußen auf der Weide nichts mehr wächst, so der RLV.

Damit die Grassilage eine optimale Qualität erreiche, achten die Landwirte auf den richtigen Schnittzeitpunkt, der besonders beim ersten Aufwuchs entscheidenden Einfluss auf den Futterwert der Silage habe. Optimal sei es mit der Mahd spätestens bei 22 bis 23 % Rohfaser in der Trockensubstanz zu beginnen. Jede Verzögerung führe zu einer Verschlechterung des Futterwerts und das Gras wächst schlechter nach, erklärt der RLV. Habe das Gras mehr Rohfaser, gibt’s für die Kühe mehr zu kauen, aber der Nähstoffgehalt des Futters sei nicht so gut.


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