Die Herausforderungen anpacken

24.06.2015
RLV-Präsident Bernhard Conzen auf der Jahrestagung der Jungen DLG

Auf die Landwirtschaft und hier insbesondere die jungen Landwirte kommen große Herausforderungen zu. Dies machte Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), auf der Jahrestagung der Jungen DLG in Bonn deutlich. So nehmen unter anderem die Bewirtschaftungsintensität und der -umfang weiter ab. „Grund hierfür sind steigende Auflagen durch Natur- und Artenschutz, unter anderem Greening“, betonte Conzen. Insbesondere aber die Tierhaltung stehe vor großen Veränderungen, bedingt durch die steigende Bedeutung von Tierwohl und Tierschutz sowie eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten der Betriebe durch restriktives Bau- und Umweltrecht.

„Eine echte Herausforderung stellt auch die Zukunft der gemeinsamen Agrarpolitik dar“, betonte Conzen. Die zunehmende Orientierung an ökologischen Zielen, sinkende Direktzahlungen, steigende Umverteilung zwischen den EU-Staaten und den verschiedenen Förderprogrammen sowie eine ausufernde Bürokratie brächten Veränderungen mit sich. Der RLV-Präsident sieht vor allen Dingen die politische Lobbyarbeit in der Landwirtschaft gefordert. „Der Einfluss einzelner Lobbygruppen geht zurück, und das gilt leider auch für die Agrarlobby“, betonte Conzen. Hinzu kämen eine steigende Bedeutung von NGO’s mit gesellschaftlicher Ausrichtung und eine dynamische Medienlandschaft mit hohem Meinungsbildungspotenzial. „Die Landwirtschaft muss sich diesen Herausforderungen stellen. Dafür braucht es jugendlichen Elan und junge Ideen“, lautete der Appell des RLV-Präsidenten.


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