Die Mähdrescher rollen über die Gerstenfelder

01.07.2015
Mit dem Sommerwetter beginnt die Gerstenernte

Foto: Andrea Bahrenberg

Viele Verbraucher genießen das sonnige Wetter bei Eis und Schwimmbad. Für die Landwirte bereiten die Sommertage jetzt ideales Erntewetter. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, rollen seit heute (01.07.2015) die ersten Mähdrescher in der Köln-Aachener-Bucht und am Niederrhein über die Wintergerstenfelder. Der Erntezeitpunkt bei der Wintergerste liegt damit im Mittel der Jahre.

Die Landwirte hoffen, die Ernte trocken unter Dach und Fach einzufahren. Bei anhaltend gutem Wetter wird in rund zwei bis vier Wochen auch der Winterweizen, die wichtigste Getreideart im Rheinland, reif sein. Da es in den vergangenen Wochen vor der kurzen Regenperiode sehr trocken war und es vielerorts im Rheinland zu wenig geregnet hat – nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes oft nur 60 % des durchschnittlichen Niederschlages in NRW – können die Bauern in diesem Jahr voraussichtlich keine Rekordernte einfahren. Die Niederschläge der vergangenen Woche konnten das Defizit nicht überall ausgleichen.

Der RLV erwartet einen mittleren Ernteertrag mit guter Qualität. Die Getreidebestände haben sich trotz der Trockenheit bis auf wenige Ausnahmen gut entwickelt. Besonders am Niederrhein mit vielfach leichteren Böden, auf denen auch Weizen angebaut wird, machen sich die Auswirkungen der Trockenheit bemerkbar. Jetzt hoffen die rheinischen Landwirte weiterhin auf gutes Erntewetter. Die Landwirtschaft ist und bleibt abhängig vom Wetter, was Landwirte besonders in der Erntezeit zu spüren bekommen.

Die Trockenheit macht aktuell auch dem Grünland zu schaffen. Der Regen der vergangenen Tage reichte für die Wiesen und Weiden noch nicht aus. Hier sind die Wasservorräte noch nicht aufgefüllt.

Auf 153 860 ha wird im Rheinland nach Angaben des IT NRW Getreide angebaut. Die wichtigste Getreideart sind Winterweizen mit rund 99 800 ha und Wintergerste mit rund 30 000 ha. Rogen und Hafer werden jeweils auf über 2 000 ha angebaut.


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