Fakten rund um Sojamittel-Importe

11.09.2019
Behauptet wird, dass Deutschland immer mehr Soja für Futtermittel importiert. Wie ist die Entwicklung tatsächlich? Und was hat das alles mit der „Rheinischen Ackerbohne“ zu tun?

Foto: Marilena Kipp

In einem Dossier beschäftigt sich die in Bonn erscheinende Agrarfachzeitschrift LZ Rheinland mit den Fakten rund um Sojamittel-Importe. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Die Daten dazu stammen aus einem Report zu Futtermitteln der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

Gut ein Viertel des verdaulichen Eiweißes stammte laut BLE im Wirtschaftsjahr 2018/19 aus importierten Futtermitteln. Hiervon lieferte Sojaschrot einen Beitrag von gut 75 %. Bezogen auf die Eiweißkomponente bleibt Sojaschrot damit weiterhin das mit Abstand wichtigste Importfuttermittel. Schließlich sind die Ernteerträge von in Europa angebautem Soja immer noch deutlich niedriger als bei Soja aus Übersee. Im Vergleich zu den Vorjahren wird laut BLE-Bericht übrigens weniger Sojaschrot eingesetzt.

Aber wie kann man den Eiweißbedarf in Deutschland zukünftig mit heimischem Eiweiß decken? Auch mit der Frage hat sich die LZ Rheinland beschäftigt. Der Verein „Die Rheinische Ackerbohne“ macht den Anfang. Die Rheinische Ackerbohne ist eine heimische und gentechnikfreie Eiweißpflanze.

Vom Land NRW fordert der RLV, neben der  Fortführung des Programms vielfältige Fruchtfolge als einen Baustein, dass es sich für eine gezielte Eiweißstrategie einsetzt, die sowohl eine Förderung des Anbaus von der Züchtung über den Pflanzenschutz bis hin zur  Vermarktung enthält.


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