Ferienzeit: Tierseuchenerreger reisen unbemerkt mit

19.07.2018
Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) erinnert an die Verantwortung für den Schutz von Tieren

Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Osteuropa erinnert der RLV daran, dass die nur für Tiere gefährlichen Viren nicht nur durch Jagdtrophäen sondern auch durch fleischhaltige Lebensmittel eingeschleppt werden könnten. Er bittet daher Reisende um die nötige Mithilfe.

In Osteuropa – angefangen vom Baltikum über Polen, Tschechien, Ungarn bis nach Rumänien – sei es bereits zu Ausbrüchen der für Wild- und Hausschweine meist tödlichen Tierseuche gekommen, so der RLV. Heimkehrende Urlaubsreisende seien daher aufgerufen, grundsätzlich keine tierischen Lebensmittel mitzubringen. Wenn diese restlos aufgegessen würden, wäre die Gefahr zwar gebannt. Bei den hohen Temperaturen sei es aber wahrscheinlich, dass Lebensmittel unansehnlich und möglicherweise gedankenlos entsorgt würden.

Wildschweine, die auf der Suche nach Eiweißquellen sind,  könnten dadurch angesteckt werden, was zu rigiden Maßnahmen führen würde. Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hätte nicht nur extreme Auswirkungen auf die Landwirtschaft, sondern würde auch Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich bringen. In Gebieten, in denen infizierte Wildschweine gefunden werden, würde ein Betretungsverbot ausgesprochen werden.

Da es zum Schutz vor der Afrikanischen Schweinepest im Gegensatz zur Klassischen Schweinepest aufgrund seiner speziellen Eigenschaften keine Impfstoffe gibt, hätte die Einschleppung allein in den Wildtierbestand über Jahre erhebliche Konsequenzen und ist nicht zuletzt im Sinne des Tierschutzes unbedingt zu verhindern.

Aber auch andere Tierseuchenerreger  können durch tierische Produkte aus Urlaubsregionen mitgebracht werden, so der RLV. So sei zum Beispiel die hochansteckende Maul- und Klauenseuche, die unter anderem in der Türkei, Afrika und in Teilen Asiens und Südamerika verbreitet ist, gefährlich für Rinder, Schafe, Ziegen und Schweine. Auch viele Zoo- und Wildtiere könnten daran erkranken. Tierseuchenerreger unterscheiden dabei im Übrigen nicht zwischen Wild- und Haustieren. Deshalb sei es am besten, die tierischen Lebensmittel noch im Urlaubsland zu genießen und nichts davon mitzubringen.


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