Gelbe Rapsblüte ziert die rheinische Kulturlandschaft

14.04.2021
Mit seiner leuchtend gelben Blüte prägt der Raps jetzt bald wieder die rheinischen Kulturlandschaften. Übrigens: Rapsöl gehört zu den beliebtesten Speiseölen in deutschen Küchen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, beinhaltet es viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren.

Foto: Andrea Hornfischer

Bis zum Juli werden die befruchteten Blüten zu Schoten mit kleinen, 2 mm dicken Körnern heranwachsen, die einen sehr hohen Ölgehalt haben. Raps ist nach RLV-Angaben die wichtigste heimische Ölpflanze, die eigentlich – wenn man es ganz genau nimmt – eine Eiweißpflanze ist. Die kleinen schwarzen Rapssaatkörner bestehen nämlich durchschnittlich nur zu 42 % aus hochwertigem Rapsöl, das als Speiseöl und Kraftstoff verwendet wird. Der größere Teil der rund 5 Mio. t Rapssamen, die geerntet werden, setzt sich aus wertvollem Eiweiß zusammen. Je nach Herstellungsverfahren nennt man diesen Eiweißanteil, der beim Pressen der Saat anfällt, Rapskuchen oder Rapsschrot. In der Rinder-, Schweine- und auch Geflügelmast ist das Rapseiweiß auf Grund seiner Qualität von ganz zentraler Bedeutung. Und besonders wichtig: Rapsschrot ersetzt als Proteinquelle Sojaimporte. Der Verbrauch an Rapsschrot ist in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen.

Rapsöl aus heimischer Erzeugung kommt bei den Verbrauchern an. Nach Analyse der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft (AMI) gehört Rapsöl zu den beliebtesten Speiseölen in deutschen Küchen (aktuellste Erhebung von 2018 unter www.ufop.de). Ernährungsphysiologen empfehlen Rapsöl wegen seines sehr günstigen Fettsäuremusters. Rapsöl zeichnet sich mit einem hohen Gehalt an wertvollen Omega-3-Fettsäuren aus und trägt dazu bei, einen normalen Blutcholesterinspiegel aufrechtzuerhalten.

Auch der Anbau von Raps bietet viele Vorteile. Von Landwirten wird die Ackerfrucht geschätzt, da sie den Boden optimal auf nachfolgende Kulturen vorbereitet, also eine gute Vorfruchtwirkung hat, erklärt der RLV. Die langen Wurzeln können Nährstoffe aus tieferen Bodenschichten erreichen und sorgen für eine Durchlockerung des Bodens. Anziehend finden außerdem nicht nur wir Menschen die leuchtenden Felder, sondern auch Bienen. Raps ist eine tolle Nektar- und Pollenquelle. Laut UFOP ergeben 1 ha Raps 40 kg Rapshonig, so der RLV. Man sieht – Raps ist nicht nur schön für das Auge, sondern bringt noch viele andere Vorteile.


Pressekontakt

Ansprechpartnerin

Andrea Hornfischer 
Tel.: 0228/52006-529
Email schreiben

Marilena Kipp
Tel: 0228/52006-551
Email schreiben