Jetzt ist wieder Grünkohl-Zeit!

18.11.2015
Anfang November beginnt traditionell die Grünkohl-Zeit. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin. Grünkohl wurde im vergangenen Jahr im Rheinland auf einer Fläche von circa 200 ha angebaut.

Foto: Sabine Weis

Er zählt zu den Blattkohlen und ist mit Abstand die frosthärteste Kohlart. Verzehrt werden die Blätter, wobei die Blattrippen entfernt werden, bevor das grüne Erntegut geschnitten wird.

Durch die ersten Fröste wird Stärke in Zucker umgewandelt, sodass der Geschmack milder wird. Allerdings lässt sich dies auch mit einem „künstlichen Frost“, dem Einfrieren in der Tiefkühltruhe, erreichen. Auf Grund seiner großen Blattoberfläche, die durch die starke Kräuselung entsteht, verdunstet frischer Grünkohl sehr schnell viel Wasser und wird welk. Deshalb sollte frischer Grünkohl möglichst frisch zubereitet werden oder in einem Folienbeutel aufbewahrt werden, der die Verdunstung reduziert.

Wem die Zubereitung frischen Grünkohls zu aufwendig ist – viele Händler bieten Grünkohl bereits geschnitten im Beutel an – der kann auch auf Tiefkühlware aus rheinischem Anbau zurückgreifen, denn der überwiegende Anteil des im Rheinland angebauten Grünkohls wird in Frostereien verarbeitet.

Grünkohl weist einen hohen Gehalt an Provitamin A und Vitamin C auf. Er ist reich an Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium und Eisen. Neben seinem Vitamin- und Mineralstoffgehalt ist er auch durch seinen hohen Anteil an Ballaststoffen sehr wertvoll.

Traditionell wird Grünkohl im Rheinland mit Kassler oder Mettwurst verzehrt. Hervorragend schmecken zum Grünkohl auch Birnen, die geschält als ganze Frucht auf dem Gemüse mitgegart werden.


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