Landwirte setzen sich mit Agrarumweltprogrammen für die Artenvielfalt ein

18.02.2016
Viele Landwirte im Rheinland tragen mit Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßen besonders zur Erhaltung der Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten bei. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt, haben 3 549 Landwirte auf 68 407 ha Agrarumwelt- und Vertragsnaturschutzmaßnahmen im vergangenen Jahr durchgeführt. In besonderer Weise wird auf diesen Flächen eine hohe Artenvielfalt gefördert.

Foto: Stefan Sallen

Die Zahlen zeigten, dass zahlreiche Landwirte bereit sind, besonders nachhaltige und umweltverträgliche Produktionsverfahren anzuwenden, wertvolle Biotope zu pflegen und damit zusätzliche ökologische Leistungen für die Gesellschaft zu erbringen, so der RLV. Auch auf dem bewirtschafteten Acker werden die Arten der Offenlandschaft geschützt, zum Beispiel durch kooperative Naturschutzmaßnahmen nach dem Prinzip „Naturschutz durch Nutzung“, produktionsintegrierte Kompensation und vieles mehr. Projekte dazu setzt die Stiftung Rheinische Kulturlandschaft gemeinsam mit den Landwirten um.

Im weltweiten Vergleich zu anderen dicht besiedelten Ländern ist nach RLV-Angaben in Deutschland ein vergleichsweise hoher Anteil der Landesfläche unter Schutz gestellt. So würden etwa ein Drittel der landwirtschaftlich genutzten Flächen in Deutschland oder 5,6 Mio. ha über Agrarumweltmaßnahmen gefördert. Neben der Förderung des ökologischen Landbaus sei hierbei der Erhalt von Grünland und vielfältigen Fruchtfolgen von zentraler Bedeutung. Der Erhalt der regional angepassten Sorten- und Rassenvielfalt von Kulturpflanzen und Nutztieren werde ebenfalls gefördert.

Der Flächenanteil von Naturschutzgebieten in Nordrhein-Westfalen ist übrigens zwischen 1980 und 2013 von 0,5 % auf 8 % gestiegen. Es gibt in Nordrhein-Westfalen 3 117 Naturschutzgebiete (Stand 31.12.2013). Das sind mehr als in jedem anderen Bundesland. Sie haben eine Gesamtfläche von 272 272 ha und umfassen damit 8 % der Landesfläche.


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