NRW-Nutztierstrategie mit vernünftigen Ansätzen

29.01.2020
Jedermann redet über mehr Tierwohl, in NRW passiert dazu auch etwas ganz konkret. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßt, dass NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser die Initiative ergriffen hat: Heute wurden in Düsseldorf die Grundlagen einer nachhaltigen Nutztierhaltungsstrategie vorgestellt. „Die Nutztierhaltungsstrategie hat viele vernünftige Ansätze, die wir unterstützen“, so der RLV.

In Zukunft sollen zwei neue Außenklima-Tierwohlställe am Versuchszentrum Haus Düsse entstehen. Der Verband befürwortet, dass Mittel in die Forschung und Wissenschaft investiert werden. „Nur mit fundierten und wissenschaftlich belegten Erkenntnissen kann man das optimale Tierwohl erreichen. Es ist sehr gut, dass hier Geld in die Hand genommen wird“, heißt es beim Verband.

Der Fokus liegt bei der Strategie laut Ministerium zunächst auf der Schweinehaltung, danach soll die Nutztierhaltungsstrategie auf andere Tierarten ausgeweitet werden. „Die Schweinehalter brauchen Klarheit. Wir wünschen uns, dass Anpassungsmaßnahmen in unseren Ställen durch eine anreizschaffende Förderung begleitet wird“, fordert der RLV. Nachhaltig erzeugte, regionale Lebensmittel hätten ihren Preis und auch mehr Tierwohl könne es nicht zum Nulltarif geben. Schließlich stehen auch die rheinischen Bauern im europaweiten und internationalen Wettbewerb. Der RLV mahnt einen notwendigen Bewußtseinswandel in der Gesellschaft an. „Unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger wünschen mehr Tierwohl. Dann ist es nur fair, dafür auch einen angemessenen Preis zu zahlen“.

Die Landwirte sind längst dabei, mehr Tier- und Umweltschutz zu leisten. Der beste Beweis dafür ist die langjährige und erfolgreiche Initiative Tierwohl. „Die Bauern sind bereit, sich weiter auf den Weg zu machen“, hebt der RLV hervor. Nun müsse der nordrhein-westfälische Ansatz mit der Arbeit der Strategiekommission unter der Leitung des früheren Bundeslandwirtschaftsministers Jochen Borchert in Einklang gebracht und in ein bundeseinheitliches Konzept integriert werden.


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