RLV-Bauerntag: Zeit zu reden!

19.02.2020
Tausende Bauern zogen im vergangenen Jahr mit ihren Schleppern auf die Straßen, um ihre Unzufriedenheit zu demonstrieren. Es ist also dringend „Zeit zu Reden“, meinte der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV), und lud seine Mitglieder zum RLV-Bauerntag nach Wesel ein. Im Fokus stand die Frage: Wie kann Agrarpolitik verantwortungsvoll gestaltet und die Zukunft der Bauernfamilien gerettet werden? Der Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV), Joachim Rukwied, NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser und RLV-Präsident Bernhard Conzen standen den Landwirten Rede und Antwort.

Foto: Martina Goyert

NRW-Agrarministerin Ursula Heinen-Esser betonte: „Unsere heimische Landwirtschaft ist unverzichtbar für unsere Versorgung mit frischen, regionalen Lebensmitteln und den Erhalt unserer jahrhundertealten Kulturlandschaft. Ich setze mich für die Weiterentwicklung der Agrarpolitik mit angemessenen und europaweit geltenden Rahmenbedingungen ein. Wir wollen die Landwirtinnen und Landwirte in ihrem Engagement für mehr Umweltschutz, mehr Artenschutz und mehr Tierwohl unterstützen.“

Im Vorfeld machte DBV-Präsident Joachim Rukwied in einem Interview mit der Agrarfachzeitschrift LZ Rheinland deutlich: „Mehr Geld hilft nicht wirklich, wenn die politischen und gesetzgeberischen Rahmenbedingungen nicht stimmen. Wir brauchen Entscheidungen, die uns Bauern signalisieren: Wir geben Euch eine Zukunftsperspektive und Bedingungen, die es unseren Betrieben ermöglichen im Wettbewerb zu bestehen. Da sind Planungsunsicherheit, Verbote und massive Zielkonflikte Gift für unsere Branche. Derzeit planen nur etwa 30 Prozent der Landwirte in den nächsten Monaten zu investieren - ein sehr niedriger Wert, der zeigt, wie verunsichert die Berufskollegen sind.“

RLV-Präsident Bernhard Conzen machte die Forderungen der rheinischen Bauern deutlich. Was die Bauern auf die Straße gebracht habe und nach wie vor aufbringe, seien drohende Verschärfungen der Düngeverordnung. „Nach wie vor ist es für mich völlig unverständlich, dass sich die Kommission fachlichen Argumenten völlig verschließt. Warum etwa müssen Regionen, in denen seit Jahrzehnten das Wasser in Ordnung ist, nunmehr mit weiteren Auflagen überzogen werden? Für fatal halte ich, dass Brüssel die Düngung von Zwischenfrüchten einfach abgeschmettert hat. Wir fordern eine praktikable Umsetzung in NRW!“, so RLV-Präsident Bernard Conzen. Die Bauern bräuchten ein entsprechendes Agrarumweltprogramm, um ausreichend Finanzmittel zur Verbesserungen der Grundwasserqualität zur Verfügung zu haben.

„Wir wollen mitwirken an sachgerechten Lösungen – ob im Umwelt-, Natur- oder Tierschutz. Wir wollen uns einbringen in konstruktive und ideologiefreie Gespräche“, sagte Conzen auf dem Verbandstag.

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