RLV entsetzt: Abgesenkter Pauschalierungssatz belastet bäuerliche Betriebe zu stark!

20.05.2021
Das ist ein schwerer Schlag für die Landwirtschaft: Die Bundesregierung hat in einem Entwurf für einen Änderungsantrag geplant, den Pauschalierungssatz voraussichtlich ab dem 1.1.2022 von 10,7 % auf 9,6 % abzusenken.

„Alle pauschalierenden Betriebe, ganz besonders aber unsere Tierhalter trifft es in dieser sowieso schon angespannten Situation mit niedrigen Erlösen hart!“, betont Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV).

Milchvieh- und Schweinehalter erleben aktuell eine preislich schwierige Situation. Die Erlöse sind nicht kostendeckend, trotzdem müssen Investitionen in tierwohlfreundliche Ställe getätigt werden und die Anforderungen der Molkereien sowie Verarbeiter werden immer höher und somit kostenintensiver. Die Landwirte kommen all diesen Anforderungen gerne nach. Aber sie können nicht ein weiter sinkendes Einkommen in Kauf nehmen, bei immer mehr Arbeit unter höheren Anforderungen. „Wenn die Politik und Gesellschaft regional erzeugte Milch- und Fleischprodukte wünscht, muss sie dafür Sorge tragen, dass Landwirtschaft in Deutschland weiter möglich ist. Sonst sehe ich für die bäuerlichen Betriebe mit Tierhaltung schwarz!“, warnte Conzen abschließend. Er weist darauf hin, dass ohnehin durch die ab 2022 bereits beschlossenen Einschränkungen der Umsatzsteuerpauschalierung auf Betrieben mit mehr als 600.000 Euro Umsatz erhebliche innerbetriebliche Strukturierungen umgesetzt werden müssen.


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