RLV führt Gespräche zur Entlastung der angespannten Situation

26.08.2015
Die Erzeugerpreise für landwirtschaftliche Produkte sind im Vorjahresvergleich stark eingebrochen. Der Preisverfall insbesondere bei Schweinefleisch, Milch, aber auch bei Getreide, Obst und Gemüse addiert sich seit dem Jahresbeginn auf eine Größenordnung von deutlich über 3 Mrd. € an Erlösen, rechnete der Deutsche Bauernverband (DBV) aus.

Um sich für die rheinischen Bauern stark zu machen, hat der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche mit regionalen Unternehmen zur aktuellen Marktsituation geführt.

Angesichts der unbefriedigenden Milchpreise standen in der vergangenen Woche einige Gespräche zwischen RLV-Vertretern und Molkereien, wie Hochwald und Friesland Campina, an. „Leider konnte man uns dort nur wenig Hoffnung machen, dass sich die Situation bald entspannt“, betont RLV-Präsident Bernard Conzen. „Der Handel darf seine Marktmacht nicht ausnutzen und zusätzlichen Druck auf die Preise ausüben. Alle, die nur auf ‚billig, billig‘ setzen, zerstören langfristig unsere regionalen Strukturen – das gilt für den Lebensmitteleinzelhandel genauso wie für jeden Verbraucher, der an der Ladentheke entscheidet“, warnt er.

Auch ein Gespräch mit dem bekannten Schlachthof Manten in Geldern stand diese Woche auf dem Programm. Insbesondere für die Sauenhalter, die am „Ende der Kette“ stünden, sei das Preistief desaströs, so die gemeinsame Einschätzung. Der derzeit lahmende Export nach China und das fortwährende Russland-Embargo ließen auf absehbare Zeit keine positive Stimmung aufkommen. Hier werde schmerzhaft bewusst, wie wichtig das ständige Bemühen um Erschließung neuer Exportmärkte für eine nachhaltige Schweinehaltung in Deutschland sei.


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