RLV kritisiert Darstellung des Klimarat-Berichtes

16.08.2019
Wissenschaftler sehen in der Landwirtschaft Verursacher und Betroffene von Klimaveränderungen und warnen vor Folgen für die Versorgungssicherheit. Die Darstellung in den Medien greift laut Rheinischen Landwirtschafts-Verband (RLV) oft zu kurz.

Die Wissenschaftler unterbreiten auch Vorschläge, wie in einzelnen Bereichen der Landnutzung sowie generell derVersorgung mit Lebensmitteln der Ausstoß klimarelevanter Gase verringert werden könnte. Unter anderem regen sie folgende Verbesserungen und Veränderungen an:  Bodenschonende Landbewirtschaftung, geeignete Fruchtfolgen, ökologischer Landbau, integrierter Pflanzenschutz und Präzisionslandwirtschaft. Der RLV betont, dass dies Praktiken seien, mit denen hiesige Landwirten bereits arbeiten und mit denen sie es bereits geschafft haben, den Klimagasausstoß zu senken. Es gehört zur Redlichkeit dazu, dies anzuerkennen, genauso wie die Tatsache, dass die globale Landwirtschaft nur eine Quelle von Klimagasen ist und mithin nicht die ärgste. 

Die deutsche Landwirtschaft arbeitet stetig daran, weniger Emissionen auszustoßen, zum Beispiel mit umweltschonender Technik bei der Düngemittel-Ausbringung. Der RLV regt an, regional einzukaufen, um die Erzeugung fair und umweltfreundlich erzeugter Lebensmittel zu unterstützen.

Zum Hintergrund: Laut Weltklimarat ist die Landnutzung weltweit für etwa 23 % des von Menschen verursachten Ausstoßes klimarelevanter Gase verantwortlich. Von jährlich gut 50 Gigatonnen (Gt) an Treibhausgasen (umgerechnet auf Kohlendioxidäquivalente, CO2Äq) stammen rund 12 Gt aus der Land- und Forstwirtschaft sowie aus anderen Formen der Landnutzung. Das geht aus einem Sonderbericht hervor, den das Gremium mit dem offiziellen Titel IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) vergangene Woche in Genf veröffentlicht hat.


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