Rucola – vielseitige Rauke für mediterrane Speisen

26.08.2015
Die scharf-würzige Rauke erlebt seit einigen Jahren unter ihrer italienischen Bezeichnung in Deutschland ein Comeback. Auch die rheinischen Gemüseerzeuger haben diesen Trend aufgenommen und bieten frischen Rucola an. Darauf weist der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer in Bonn hin.

Foto: Sabine Weis

Bereits die Germanen nutzten das Kraut aus der Familie der Kreuzblüter mit den typischen Senfölen. Die Rauke fristete jedoch eher ein Nischendasein. Erst mit dem Boom der mediterranen Küche ist Rucola in Deutschland wieder sehr beliebt geworden. Frischer Rucola wird im Rheinland in den Sommermonaten im Freiland auf einer Fläche von mehr als 60 ha geerntet und steht in kleinen Mengen während des Winters auch aus dem Gewächshausanbau zur Verfügung.

Rucola ist vielseitig einsetzbar. Insbesondere in der mediterranen Küche wird sie in Salaten, Risotto, Nudelsoßen und als Pizzabelag verwendet. Beim Erhitzen geht die typische Schärfe etwas verloren.

Besonders wertvoll ist Rucola durch den hohen Gehalt an Senfölen. Außerdem enthalten die Blätter viel Beta-Karotin, Asparaginsäure, Kalium, Calcium, Eisen, Magnesium und andere Mineralstoffe. Die Rauke wirkt harntreibend und verdauungsfördernd. Die sekundären Pflanzenstoffe stärken das Immunsystem.

Die Lagerung von Rucola ist schwierig, da das enthaltene Wasser sehr schnell verdunstet. Rucola sollte deshalb möglichst frisch gekauft werden. In einem Folienbeutel hält sich frischer Rucola im Gemüsefach des Kühlschranks für etwa zwei Tage.


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