Start auf dem Feld

27.03.2019
Schon starten die Landwirte mit der Arbeit auf dem Feld. Sind die im Herbst ausgesäten Pflanzen gut ins Frühjahr gekommen? Wie sind die Startbedingungen für die Aussaat? Darüber informiert der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) und beruft sich auf die Informationen der Landwirtschaftskammer NRW.

Mit kleinen Ausnahmen sind die im Herbst ausgesäten Kulturen nach RLV-Angaben gut ins Frühjahr gekommen. Die Ausnahme betrifft einige Winterrapsflächen, die aufgrund der Trockenheit im vergangen Jahr nach der Saat Anfang September lückig und verzögert aufgelaufen sind. Das sind im Rheinland aber nur geringe Flächenanteile. Da, wo es im Herbst sehr trocken war (Voreifel), ist die Anbaufläche von Winterraps deutlich reduziert worden. Für Winterraps gilt dies bundesweit. Bei den Getreidearten, die im Winter ausgesät wurden, sind die Saaten sehr gut aufgelaufen. Damit hätte man bei den trockenen Bedingungen bei der Aussaat nicht unbedingt gerechnet. Erfrorene Pflanzen waren kein Thema und so präsentieren sich derzeit draußen auf den Feldern eigentlich durchgängig sehr gute Bestände.

Wie sind die Startbedingungen für die Aussaat durch die Trockenheit im vergangenen Jahr? Derzeit stehen die Landwirte für die Aussaat der Frühjahrskulturen (Mais, Zuckerrüben, Kartoffeln, Ackerbohnen, Futtererbsen) in den Startlöchern. In der sehr milden Witterungsphase im Februar sind schon erste Zuckerrüben gesät worden. Auch bei Frühkartoffeln erfolgten hier erste Pflanzungen. Dann haben die Dauerniederschläge im März für eine dreiwöchige Unterbrechung bei der Frühjahrsbestellung gesorgt. Die hier ausgiebig gefallenen Niederschläge waren wichtig. Sie haben geholfen die hohen Niederschlagsdefizite des letzten Jahres wieder auszugleichen. Das Gros der Flächen bei Zuckerrüben und Kartoffeln wird in der nächsten Schönwetterperiode gesät und gepflanzt werden. Ab Mitte April ist dann bei guten Boden- und Witterungsbedingungen auch die Maisaussaat möglich.

Jetzt ist ein guter Mix aus Sonne, Wärme und Niederschlägen gefragt. Für die Saat oder Pflanzung inklusive Vorbereitung ist für jede Kultur eine stabile Hochdruckphase für etwa eine Woche ausreichend. Anschließend sorgen Wärme und Feuchtigkeit für eine schnelle Entwicklung. Wunschwetter gibt es in der Realität aber nur in Ausnahmefällen. Mal sehen, welche Überraschungen die Natur im Jahre 2019 für die Landwirtschaft bereithält, so der RLV abschließend.


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