Ungeprüfte Studie nicht für bare Münze nehmen

30.01.2019
Einen Brief der beiden nordrhein-westfälischen Bauernpräsidenten an den WDR-Intendanten Tom Buhrow überreichte Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV), persönlich am Dienstag dieser Woche im Rahmen der WDR-Rundfunkrat-Sitzung in Köln.

Anlass für das kritische Schreiben gab das ARD-Magazin „Monitor“ vom 17. Januar unter dem Titel „Feinstaub durch Landwirtschaft: Seit Jahren verharmlost“.

In der Sendung wird die Behauptung aufgestellt, dass „für rund 45 % der Feinstaub-Emissionen die Landwirtschaft verantwortlich“ sei. „Unsere Berufskollegen in Nordrhein-Westfalen und wir sind hochgradig verärgert über diese einseitigen und letztlich auch unbewiesenen Vorwürfe“, so die beiden Bauernpräsidenten Bernhard Conzen und Johannes Röring. Sie beanstanden insbesondere den im Fernsehbeitrag vermittelten Eindruck monokausaler Zusammenhänge zwischen Feinstaub und vorzeitigen Todesfällen. Rückschlüsse auf direkte Todesfälle seien nicht möglich und nicht zulässig. Zudem existierten keine gesicherten wissenschaftlichen Aussagen zum Umfang, in dem Ammoniak zur sogenannten sekundären Feinstaubbildung beiträgt, zumal diese immer von regionalen Bedingungen und Bindungspartnern in der Luft abhängig sei. Verschiedene Wissenschaftler hätten die Hochrechnungen ebenfalls kritisiert.

„Wir Bauern sind uns unserer Verantwortung für Boden, Wasser und Luft sehr bewusst. Seit Jahren arbeiten wir am Thema Luftreinhaltung und Emissionsminderung“, stellten Conzen und Röring klar. „Gerade der WDR als öffentlich-rechtliches Medium sollte sich mit seriösem Journalismus konstruktiv an diesem Verständigungsprozess beteiligen und auf Panikmache verzichten“, so die beiden Präsidenten abschließend.


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