Verwendung von Reserveantibiotika stark reduziert

08.05.2019
Es wurden 30 % weniger Reserveantibiotika in der Tierhaltung eingesetzt. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) begrüßt, dass die Tierhalter in Deutschland in den vergangenen Jahren nicht nur den Verbrauch von Antibiotika spürbar verringert haben, sondern gemeinsam mit den Tierärzten auch die Verwendung sogenannter Reserveantibiotika einschränken konnten.

Laut der Monitoringergebnisse der QS Qualität und Sicherheit GmbH ist die Einsatzmenge der in der Humanmedizin besonders wichtigen Antibiotikagruppen, den sogenannten kritischen Antibiotika, im vergangenen Jahr gegenüber 2017 bei Cephalosporinen der 3. oder 4. Generation um 30 % gesunken. Bei den Fluorchinolonen wurde ein Rückgang um fast 20 % erreicht. Von 2014 bis 2018 ist demnach der Antibiotikaeinsatz bei Haltern von Schweinen, Geflügel oder Mastkälbern im QS-System insgesamt von 706 t auf 464 t und damit um 34 % gesunken, nimmt der RLV freudig zur Kenntnis. Die dabei erfolgte Minderung der Gaben von Antibiotika, die für den Menschen wichtig sind, widerlege den Vorwurf, wonach der Einsatz dieser Reserveantibiotika in der Tiermedizin in jüngster Vergangenheit angestiegen sein solle.

Antibiotika werden nach RLV-Angaben in der Nutztierhaltung grundsätzlich nicht prophylaktisch, sondern nur aufgrund einer vorherigen, konkreten Diagnose des Tierarztes eingesetzt. Gerade mit Blick auf den Tierschutz müssten aber auch kranke Tiere medizinisch behandelt werden. Trotz dieser Notwendigkeit zeigten die rückläufigen Zahlen zur Verabreichung von Reserveantibiotika aus dem QS-Antibiotika-Monitoring, dass Tierhalter und Tierärzte für dieses Thema ausreichend sensibilisiert und in hohem Maße um einen restriktiven Einsatz bemüht seien.


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