Vielfältige Erwerbsformen

19.08.2015
Die Hälfte der Bauernhöfe wird im Nebenerwerb bewirtschaftet

Insgesamt 285 000 landwirtschaftliche Betriebe (ab 5 ha LF) gab es 2013 in Deutschland, die eine landwirtschaftlich genutzte Fläche (LF) von 16,699 Mio. ha bewirtschafteten. Das teilt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) in Bonn mit.

Nach Rechtsformen betrachtet dominieren nach RLV-Angaben die landwirtschaftlichen Einzelunternehmen (überwiegend Familienbetriebe) mit einem Anteil von rund 90 %, gefolgt von den Personengesellschaften und juristischen Personen mit einem Anteil von 8 % beziehungsweise knapp 2 %. Die beiden letztgenannten Rechtsformen bewirtschafteten aber über insgesamt 34,7 % der Flächen, hebt der RLV hervor. Sie hätten vor allem in den neuen Ländern große Bedeutung.

Wie der RLV weiter mitteilt, wurden 52 % der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen 2013 in Deutschland im Nebenerwerb bewirtschaftet. Diese Nebenerwerbsbetriebe seien für die Agrarstruktur in Deutschland von großer Bedeutung. Der Nebenerwerb könne sowohl Übergangsstadium als auch stabile Form einzelbetrieblicher Entwicklungen sein. Mit einer durchschnittlichen Flächenausstattung von 21 ha/Betrieb (Haupterwerb 66 ha/Betrieb) würden rund 25 % der von Einzelunternehmen bewirtschafteten LF von Nebenerwerbsbetrieben bewirtschaftet. Die regionalen Unterschiede seien groß. In Hessen würden 41 % der Flächen von Nebenerwerbsbetrieben bewirtschaftet, während es in Niedersachsen nur 14 % seien.


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