Wir machen den Acker adelig

27.10.2016
Die Zuckerrübe ist ein wahres Multitalent und wird auch die „Königin der Ackerfrüchte“ genannt. Wie es sich für eine Majestät gehört, ist sie sehr anspruchsvoll. Tiefgründige, nährstoffreiche Böden, eine gute Wasserversorgung und ein warmes Klima sind Voraussetzungen für eine ertragreiche Entwicklung. Darauf weist der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) hin.

Foto: Meike Siebel

Die Aussaat erfolgt nach RLV-Angaben im März ab 5°C Bodentemperatur. Pro Quadratmeter ist für sieben bis neun Pflanzen Platz. Im Spätherbst erfolgt dann die Ernte mit hochmodernen Rübenrodern.

Über den Zuckergehalt hinaus, der bei etwa 17 bis 18 % liegt, bieten sie vielfältige Nutzungsmöglichkeiten.  Nebenprodukte der Verarbeitung, wie zum Beispiel Rübenschnitzel oder Melasse, werden als hochwertige und energiereiche Futtermittel eingesetzt. So kann eine Zuckerrübe zu 100 % verarbeitet werden.

Der gewonnene Zucker gelangt entweder direkt in den Handel oder landet in der Lebensmittelindustrie. Auch in der Chemieindustrie wird er eingesetzt um zum Beispiel Kunststoffe, Kosmetika, Pharmaka oder Reinigungsstoffe herzustellen. Eine besondere Verwendung findet die Rübe im Rheinland bei der Herstellung von Rübenkraut, einer beliebten Brotaufstrich-Spezialität.

Hätten Sie es gewusst? Die Zuckerrübe erzeugt 15-mal so viel Energie, wie in ihre Produktion investiert wird. Dabei fällt je ha Anbaufläche die Menge Sauerstoff an, die 70 Menschen für ein Jahr benötigen.


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