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100 Jahre Grüne Woche: RLV fordert mehr als warme Worte

Vom 15. bis 21. Januar 2026 öffnet die „Grüne Woche“ in Berlin ihre Tore und feiert ihr 100jähriges Bestehen. Der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) nutzt die Messe, um drängende agrarpolitische Themen und Herausforderungen in den Fokus zu stellen, mit den Entscheidungsträgern zu diskutieren und Lösungen zu erarbeiten.

„In Zeiten wachsender Unsicherheiten und geopolitischer Spannungen ist es für die Landwirtschaft entscheidend, dass faire Wettbewerbsbedingungen und international verlässliche Partnerschaften gelten“, erklärt Erich Gussen, Präsident des RLV.

Ein zentrales Thema auf der Grünen Woche ist aus Sicht des RLV der Umgang mit dem umstrittenen Mercosur-Abkommen, das der Verband mit Einschränkung als wichtiges Signal für die Stabilisierung der Wirtschaft anerkennt. „Mercosur darf aber kein Einbahnstraßen-Abkommen sein“, mahnt Gussen und betont: „Wir in Europa müssen vor schlechten Dumpingprodukten geschützt werden.“

Zusätzlich zeigt sich der Verband besorgt über das Vorgehen der US-Regierung, welche die geopolitische Lage weiter destabilisieren. Diese Ereignisse haben direkten Einfluss auf die globalen Rohstoffmärkte und treffen die Landwirtschaft durch Unsicherheiten auf den Getreide- und Ölmärkten. Dadurch entstehen zusätzliche Belastungen für landwirtschaftliche Familienbetriebe, die bereits mit hohen Betriebsausgaben und geringen Erzeugerpreisen belastet sind. Auch der jüngste Anschlag auf die Stromversorgung der Hauptstadt zeigt eindrucksvoll, wie wichtig die Sicherstellung stabiler Verhältnisse ist. „Wir müssen dafür sorgen, dass sich Deutschland auch in globalen Krisenzeiten jederzeit unabhängig und sicher versorgen kann. Der Schutz der kritischen Infrastruktur muss wieder stärker fokussiert werden, dazu zählt auch die Gewährleistung der Ernährungssicherheit“, so Gussen.

Für den RLV-Präsidenten ist klar: „Landwirtschaft stärken heißt, unseren Betrieben Planungssicherheit zu geben. Zukunft gestalten heißt, Verantwortung zu übernehmen und international fair zu handeln. Ernährung sichern heißt, globale Zusammenhänge ernst zu nehmen. Auf der Grünen Woche werden wir alles daran setzen, diese Themen in den Fokus zu rücken und einen aktiven Beitrag zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft zu leisten“, schließt Gussen.