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Foto: Nadine Hörster

Der Acker als Fotomotiv – Landwirte bitten um Rücksicht

Aufgrund der Corona-Pandemie ist Reisen nach wie vor schwierig und viele Menschen entdecken die schöne Landschaft vor ihrer Haustür für Fotomotive. Fotos in Raps- und Tulpenfeldern, vor Apfelblüten oder im Blühstreifen – zweifellos sehr schöne, aber auch empfindliche Kulissen, berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Die Tatsache, dass viele Bürger die von den Landwirten gepflegte Kulturlandschaft nun stärker wahrnehmen und schätzen, freut den Verband. „Genau das macht den Wert einer intakten und gepflegten Kulturlandschaft aus“, so der RLV. Damit diese geschützt wird, bittet er jedoch auch darum, beim Spaziergang in Wald, Feld und Flur im Sinne von Verbrauchern, Landwirten und Wildtieren Rücksicht zu nehmen und sich an Regeln zu halten. Dazu gehört es beispielsweise, auf den Wegen zu bleiben, Müll mit nach Hause zu nehmen und selbst zu entsorgen.

Zum Hintergrund:

Viele Spaziergänger, Radfahrer, Freizeitsportler sowie Hundehalter besuchen regelmäßig Wald, Wiesen und Äcker. Äcker und Wiesen dienen der Lebens- und Futtermittelproduktion. Auf landwirtschaftlicher Fläche gilt daher von März bis November ein gesetzliches Betretungsverbot für Menschen und auch für Hunde, unabhängig davon, ob die Fläche eingezäunt ist oder nicht. So sollen empfindliche Ackerkulturen geschützt werden, aber auch Nutz- und Wildtiere: Schon eine Getränkedose kann gefährlich werden. Gelangt sie bei der Ernte in die Grassilage, kann sich eine Kuh ernsthaft verletzen und schlimmstenfalls sterben. In den Flächen und Blühstreifen leben außerdem Vögel und Wildtiere, die durch einen Besuch von Mensch und Hund schnell gestört werden. Der RLV appelliert daher, sich auf den Wegen aufzuhalten und Fotos nur am Feldrand und nicht in den Flächen zu machen.