Hochwasser-Hilfen müssen unbürokratisch und schnell ablaufen!
13.08.2021
Die vom Hochwasser geschädigten Landwirte sind mit den Aufräumarbeiten und dem Wiederaufbau beschäftigt. Das zugesagte Soforthilfe des Landes wird aktuell zwar schon ausgezahlt.
Die endgültige Zusicherung über eine weitergehende Wiederaufbauhilfe steht aber noch aus. Das bringt die vom Hochwasser stark betroffenen Betriebe in Bedrängnis, berichtet der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Darüber sprach er auch mit NRW-Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser am Donnerstag (12.8.) auf dem Betrieb Nolden in Rheinbach.
Rund 150 Höfe mit einem Flächenumfang von 15 000 ha sind laut Landwirtschaftskammer NRW von der Unwetterkatastrophe Mitte Juli betroffen. Im ersten Schritt stünden für die Landwirtschaft in NRW rund 10 Mio. € zur Verfügung. Auf Antrag können 5 000 € als Soforthilfe je Betriebsstätte geltend gemacht werden. „Wichtig ist, dass wir im Rahmen der nun anstehenden Diskussion um die Wiederaufbauhilfen eine wirksame Unterstützung für diejenigen Betriebe erreichen, die am stärksten betroffen sind“, forderte Conzen und ergänzte, „Die Hochwasser-Hilfen müssen unbürokratisch und schnell fließen“. Der RLV-Präsident hob hervor, wie groß die Solidarität unter den Bauern sei und wie viele Hilfsangebote den RLV bereits erreicht hätten. Gleichzeitig kündigte er an, dass in den kommenden Tagen die ersten Hilfszahlungen aus der Schorlemer Stiftung für schwerstbetroffene Betriebe geleistet werden können.
Sorgen bereitet dem RLV die Tatsache, dass noch immer viele Felder zu nass sind und auch auf Grund der jüngsten Niederschläge nicht beerntet werden können. Im Vordergrund steht die Frage nach der Verwertung des überschwemmten Aufwuchses. „Hier hat das zuständige Landesamt für Natur Umwelt und Verbraucherschutz entsprechende Empfehlungen ausgesprochen, an denen sich Landwirte und Vermarkter orientieren sollen. Diese finden nicht unsere ungeteilte Zustimmung und sind zum Teil überzogen!“, kritisierte Conzen. „Deshalb bedarf es einer engen Abstimmung mit unseren Vermarktern. Außerdem haben wir ein durch das Land finanziertes Monitoringprogramm angeregt, bei dem schwerpunktartig auf mögliche Kontaminanten hin untersucht wird“, sagte er.





