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RLV: Nährstoffbericht zeigt Potenziale auf

Der im aktuellen NRW-Nährstoffbericht dokumentierte sinkende Düngemittel-einsatz sei ein Beleg dafür, dass die Landwirte alles daransetzen, im Sinne der Herausforderungen des Klima- und Gewässerschutzes ihre Düngestrategien anzupassen, so Bernhard Conzen, Präsident des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV). Er bezieht sich dabei auf den dritten Nährstoffbericht NRW, ein von der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Umweltministerium erarbeiteten umfangreichen Zahlenwerk aus 35 000 Datensätzen zur Düngung der Landwirte in NRW. Die Behörde legt darin dar, dass der Nährstoffeinsatz deutlich rückläufig ist.

Die insbesondere in den Grenzregionen in der öffentlichen Kritik stehenden Wirtschaftsdüngerimporte aus den Niederlanden haben gegenüber der letzten Statuserhebung abgenommen. So weist der Bericht aus, dass die auf diesem Weg in den Regierungsbezirk Köln eingeführte Nährstoffmenge mehr als halbiert werden konnte. Dies zeigt sich laut RLV auch in den grenznahen Regionen am Niederrhein mit einer deutlichen Abnahme der Gesamtstickstoffimporte in den Kreisen Viersen und Kleve. In Verbindung mit der verbesserten Nährstoffausnutzung aus den organischen Wirtschaftsdüngern ist dies mit einer kontinuierlichen Reduktion von energieaufwendig hergestelltem Mineraldüngern verbunden. „Dies ist nicht nur ein Beitrag zum Gewässer-, sondern auch ein wichtiger Baustein für mehr Klimaschutz“, resümiert der RLV-Präsident und zeigt sich davon überzeugt, dass dies ein Erfolg der Kooperation zwischen Landwirtschaft und Gewässerschutz in NRW ist. „Wir nehmen unsere Verantwortung an. Daher ist es richtig, dass in NRW eine starke Gewässerberatung bei der Landwirtschaftskammer etabliert ist. Beratung und Förderung sind zentrale Elemente, den Weg für eine umweltgerechtere Landwirtschaft zu ebnen“, legt der Präsident dar und wertet die ermutigenden Ergebnisse als Bestätigung, an dem Erfolgsmodell festzuhalten. „Die rheinische Landwirtschaft steht zur Kooperation im Gewässerschutz. Daher haben unsere Mitglieder wenig Verständnis für die anhaltende Diskussion um die Novelle der Düngeverordnung“, so Bernhard Conzen und fährt fort: „Klageverfahren mit im Ergebnis fragwürdigen Urteilen bringen uns nicht weiter. Wir brauchen eine objektive Bewertung der geleisteten Anpassung der Landwirtschaft in NRW.“ Hierzu wurde in NRW ein anerkanntes wissenschaftliches Verfahren des Forschungszentrums Jülich und des Thünen-Instituts in Braunschweig gemeinsam mit den Akteuren der Gewässerwirtschaft, den Umweltverbänden und der Landwirtschaft entwickelt, das den Einfluss der Düngung auf die Gewässerqualität abbilden kann. Darin fließen die Daten des Berichts ein, die auch gegenüber der EU-Kommission deutlich machten, dass die Landwirtschaft in NRW auf dem richtigen Weg sei, so der RLV-Präsident abschließend.