Start der rheinischen Getreideernte
Die Getreideernte im Rheinland hat begonnen und die ersten Mähdrescher sind auf den Feldern unterwegs. Rund die Hälfte der Ackerfläche in NRW wird für den Getreideanbau genutzt. Die lange Trockenheit hat die Ernteaussichten der rheinischen Landwirte laut des Rheinische Landwirtschafts-Verbandes (RLV) jedoch getrübt. Auch kommt es immer wieder zu Interessenkonflikten zwischen Landwirten und Anwohnern.
Der ausbleibende Regen und trockene Böden machen den Landwirten zu schaffen. Nach Prognose des Deutschen Bauernverbandes ist deutschlandweit mit einer unterdurchschnittlichen Getreideernte zu rechnen, so der RLV. Grund dafür ist vor allem die extreme Trockenheit in Ostdeutschland. Zu wenige Regen fiel auch im Rheinland. Der RLV weist darauf hin, dass es laut der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen dennoch für eine landesweite Durchschnittsernte reichen könnte.
Für viele Landwirte bedeutet die Erntezeit gleichzeitig eine schöne, wenn auch stressreiche Zeit. Hin und wieder kommt es dabei auch zu Interessenkonflikten mit Anwohnern, wie der RLV berichtet. Diese wollen ihre Freizeit im Sommer gerne im eigenen Garten verbringen. Landwirte, die nachts oder an Wochenenden arbeiten, sorgen somit immer wieder für Unmut. Einige Anwohner fühlen sich nicht nur durch den entstehenden Lärm, sondern auch durch den Staub gestört. Hier ist nach RLV ein verständnisvolles und tolerantes Miteinander gefragt. Wo es geht, versuchen die rheinischen Landwirte den Anwohnern entgegenzukommen. Wenn möglich, wird die Ernte an Wochenenden und bis in die Nacht vermieden. Viele Landwirte nutzen jedoch Maschinengemeinschaften und teilen sich die Maschinen mit anderen Landwirten. Müssen zur Erntezeit alle zeitgleich auf die Mähdrescher zugreifen, sind die Ausleihzeiten eng getaktet. Zudem kann auch ein Wetterumschwung eine nächtliche Ernte notwendig machen.
Ab jetzt dauert die Erntezeit rund fünf Wochen. Wer in der Nähe eines reifen Getreidefeldes wohnt, sollte mit einem baldigen Erntebeginn rechnen. Bei ortsnahen Flächen bemühen sich die Landwirte nicht direkt an der Bebauung anzufangen. Anwohnern bleibt somit die Zeit, Türen und Fenster zu verschließen und den Pool abzudecken, um einen Staubeintrag zu verringern, teilt der RLV mit.





