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Antibiotikaeinsatz in QS-Betrieben 2016 erneut gesunken

08.02.2017

Bei der Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung sind deutliche Erfolge zu sehen. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, gehe es hier nicht um die staatliche Antibiotika-Datenbank, sondern um die QS-Datenbank, die aus Eigeninitiative der Landwirte entstanden ist. Die Bauern gehen das Problem mit großem Engagement selbst an.

Die Geflügel und Schweine haltenden Betriebe im QS-System haben 2016 den Einsatz von Antibiotika nochmals reduziert, betont der RLV und beruft sich auf Erhebungen von QS. Auch die Menge der in der Humanmedizin besonders wichtigen Antibiotikagruppen, sogenannte kritische Antibiotika/Reserveantibiotika, ist gesunken. Das belegen aktuelle Auswertungen von mehr als 2,5 Mio. Behandlungsbelegen, die in der QS-Antibiotikadatenbank vorliegen.

2016 verringerte sich die in Schweine und Geflügel haltenden Betrieben eingesetzte Antibiotikamenge im Vergleich zum Vorjahr um weitere 11,4 %, von 548 t im Jahr 2015 auf knapp 486 t in 2016. Sogar um 20 % gesunken ist der Einsatz sogenannter kritischer Antibiotika, Wirkstoffklassen Fluorchinolone und Cephalosporine der 3. und 4. Generation. Dieser lag bei gerade noch 5 240 kg. 2014 und 2015 waren es noch 7 650 kg beziehungsweise 6 570 kg.

Die Entwicklung der Zahlen zeigt nach RLV-Angaben, dass Landwirte und ihre Tierärzte in der Nutztierhaltung verantwortungsvoll mit Antibiotika umgehen und den Einsatz weiter optimiert haben. Das QS-Antibiotikamonitoring trage Früchte. Seit 2012 wird im QS-System der Einsatz von Antibiotika in Geflügel, Schweine sowie Mastkälber haltenden Betrieben erfasst. Die Daten werden regelmäßig ausgewertet und die Ergebnisse quartalsweise an die Beteiligten zurückgemeldet. Dadurch können Tierhalter und Tierärzte den Antibiotikaeinsatz bewerten, sich mit anderen Betrieben vergleichen und gegebenenfalls optimieren.

Dass die an die Tierärzte abgegebenen Antibiotikamengen rückläufig sind, belegen auch die Auswertungen der DIMDI-Zahlen, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) jährlich veröffentlicht. Von ursprünglich 1 706 t in 2011 ist die abgegebene Antibiotikamenge im Jahr 2015 auf 837 t zurückgegangen, ein Minus von 51 %. Die Antibiotikamengen von 2016 werden vom BVL voraussichtlich im August 2017 veröffentlicht. Doch die Zahlen im QS-Antibiotikamonitoring lassen bereits jetzt eine erste Prognose zu: auch für die DIMDI-Zahlen ist ein weiterer Rückgang zu erwarten.



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