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Über 9 ha am Tag werden in NRW zubetoniert

12.07.2017

Das muss man sich einmal vor Augen führen: Jeden Tag werden in NRW rund 9 bis 12 ha versiegelt, sprich über 8 Fußballfelder am Tag werden für Siedlungs- und Verkehrsfläche zubetoniert. „Auf Beton wächst kein Brot und findet kein Feldvogel einen Brutplatz!“, kritisiert der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV). Das Thema Flächenverbrauch müsse nun endlich von der Politik angegangen werden.

In Nordrhein-Westfalen nahm die Siedlungs- und Verkehrsfläche laut Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT NRW) um 19,5 % von 1992 bis 2015 zu. Ende 2015 hatte die Siedlungs- und Verkehrsfläche in Nordrhein-Westfalen mit 7 828 km² einen Anteil von 22,9 % an der gesamten Landesfläche.

Der Verlust der Fläche beunruhigt die Landwirte. „Die Ansprüche an die Fläche nehmen immer mehr zu. Die Landwirte sollen Lebensmittel darauf erzeugen, die Artenvielfalt soll gestärkt werden, gleichzeitig soll das Gewerbe Flächen zubauen dürfen und sich entwickeln, aber auch die Leute sich im Grünen erholen können – das wird immer schwieriger zu lösen“, so der RLV. Umso wichtiger sei es, dass nicht noch mehr Fläche versiegelt werde.

Zudem verschärften laut RLV unangemessene Forderungen bei den Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen den Druck auf landwirtschaftliche Flächen. Hier müsse einer qualitativen Aufwertung bestehender Naturschutzflächen Vorrang vor weiterem Flächenverbrauch durch Kompensationsmaßnahmen gegeben werden. Es sei wichtiger, dass eine Naturschutzmaßnahme dauerhaft gepflegt und ergebnisreich umgesetzt werde, anstatt sie nur anzulegen und sie dann zu vernachlässigen. Bevor man daran denke, die gute fachliche Praxis der Landwirtschaft weiterzuentwickeln, sei zunächst der intelligente Umgang mit der Fläche in den Mittelpunkt politischer Entscheidungen zu rücken, so der RLV.



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