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Ferienzeit: Vorsicht vor Einschleppung von Tierseuchen!

22.07.2020

Seitdem die Afrikanische Schweinepest (ASP) 2014 in den baltischen Staaten und Polen bei Wildschweinen auftrat, breitet sie sich in Osteuropa unaufhaltsam aus. Infizierte Wildschweine wurden bereits sehr nahe an der deutsch-polnischen Grenze nachgewiesen, erklärt der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV).

Neue Wildschweinfälle in größerer Entfernung (zum Beispiel Belgien, Ungarn, Tschechische Republik) aber auch der Eintrag in Hausschweinebestände insbesondere in Rumänien,  seit Anfang des Jahres sogar in Griechenland, zeigen das hohe Risiko einer Einschleppung dieser Seuche durch den Menschen.

Der RLV bittet daher Reisende um ihre Aufmerksamkeit. Er warnt grundsätzlich vor einer ungewollten Einschleppung gefährlicher Tierseuchen aus den Urlaubsregionen. Eine Einschleppung auch anderer hoch ansteckender Seuchen, wie Maul- und Klauenseuche, die in weiten Teilen der Türkei verbreitet ist, hätte nach RLV-Angaben die Tötung betroffener Tierbestände zur Folge.  Angesichts der zunehmenden Ausbreitung der ASP erinnert der RLV deshalb daran, dass die gefährlichen Viren durch mitgebrachte Lebensmittel infizierter Tiere wie Frischfleisch oder Rohwürste, die zum Beispiel aus kleinen Hausschlachtungen stammen, eingeschleppt werden können. Ein einziges Wurstbrot, das den Erreger enthalte und achtlos weggeworfen würde, könnte die Seuche so zum Ausbruch bringen.

Ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Deutschland hätte nicht nur extreme Auswirkungen auf die Wild- und Hausschweine, sondern würde laut RLV auch Einschränkungen für die Bevölkerung mit sich bringen. In Gebieten, in denen infizierte Wildschweine gefunden werden, würde ein Betretungsverbot ausgesprochen werden. Der Verband bittet daher heimkehrende Urlaubsreisende, grundsätzlich keine tierischen Lebensmittel aus anderen Ländern mitzubringen.

Auch Arbeitskräfte aus dem Ausland in den verschiedenen Branchen müssen für das Thema sensibilisiert werden. Hier empfiehlt sich die Verwendung des Informationsblattes für ausländische Mitarbeiter, welches auch an LKW-Fahrer, Zulieferer etc. ausgehändigt werden kann. Weitere Infos hierzu gibt es unter www.rlv.de/schwein-wichtig/.



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