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Landwirte feiern Erntedank am 4. Oktober

30.09.2020

Traditionell wird der Tag des Erntedankfestes am ersten Oktobersonntag gefeiert, in diesem Jahr am 4. Oktober. Wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) dazu mitteilt, haben die rheinischen Bauern in diesem Jahr an über 150 Standorten im Rheinland Strohpuppen aufgestellt, um in Corona-Zeiten an das traditionelle Erntedankfest zu erinnern.

Foto: Andrea Hornfischer

Als das Erntedankfest im Königreich Preußen 1773, also vor fast 250 Jahren, erstmalig auf seinen festen Termin festgelegt wurde, waren reiche Ernten nach RLV-Angaben selten, hingegen Missernten mit Preissteigerungen und Hungersnöten keineswegs ungewöhnlich. Eine gute Ernte habe als Glücksfall gegolten, für die Landwirte und Städter zutiefst dankbar gewesen seien. „Heute leben wir prinzipiell in einer Zeit des Überflusses und globaler Märkte mit reich gedecktem Tisch. Die lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln während der Corona-Pandemie hat gezeigt und zeigt noch immer, dass die Landwirtschaft zu Recht als systemrelevant gilt“, so der RLV.

Mit den Strohpuppen wollen die rheinischen Bauern auf das Ende des landwirtschaftlichen Jahres hinweisen und den Bürgern zum Nachdenken anregen, betont der RLV. Organisiert wird das Ganze vom Rheinischen Landwirtschafts-Verband und Land schafft Verbindung NRW (LsV). Mit Plakaten, auf denen steht „Regional schmeckt besser“, „Wir machen Artenschutz – du auch?“ oder „Wir ackern für euch“, möchten die Landwirte auf viel diskutierte Themen aufmerksam machen und die Gesellschaft sowie Politik einerseits zum Dialog auffordern, anderseits zum Nachdenken anregen. Wenn man auch in den kommenden Jahren ein frohes Erntedankfest feiern wolle, müsse man diese Veränderungen gemeinsam angehen und die gesamtgesellschaftliche Verantwortung anerkennen, betont der RLV.



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